Die Prognosen für das Verkehrsaufkommen in Hirschling sind aus der Luft gegriffen
In sämtlichen bislang vorliegenden Unterlagen prognostiziert das Straßenbauamt Passau für die Jahre 2030 bzw. 2035 ein Verkehrsaufkommen in Hirschling von 5.300 beziehungsweise 5.500 Kraftfahrzeugen innerhalb von 24 Stunden.
Im Rahmen der Genehmigung des neuen Baugebietes in Hirschling teilte das Staatliche Bauamt Passau der Stadt Geiselhöring jedoch mit Schreiben vom 09.01.2026 mit,
„dass die bestehende Staatsstraße St 2142 eine durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke von 4.043 Kfz/24h mit einem Schwerverkehrsanteil von etwa 6,1 % aufweist (SVZ 2021).“ Berücksichtigt wurde hier noch nicht der Ziel- und Quellverkehr, der zu einer Verringerung der Verkehrsstärke beiträgt.
Vor diesem Hintergrund erscheinen die angesetzten Prognosewerte für die Jahre 2030 und 2035 nicht nachvollziehbar. Eine Steigerung des Verkehrsaufkommens von derzeit rund 4.000 Fahrzeugen auf bis zu 5.500 Fahrzeuge pro Tag würde einer Zunahme von etwa 37 Prozent entsprechen. Völliger Blödsinn!
Es stellt sich daher die Frage, auf welcher Grundlage diese Prognosen beruhen. Vergleichbare Annahmen dürften vermutlich auch den Berechnungen im Zusammenhang mit „Haindling Nord“ zugrunde liegen.
Auch für das Staatliche Bauamt gilt: Prognosen müssen realistisch sein. Keinesfalls dürfen sie dazu beitragen eine nicht benötigte Umgehung „Haindling-Nord“ damit rechtzufertigen.
Aber was ist eine Prognose? Eine Prognose ist Wahrsagerei. Und was soll man von Wahrsagerei halten? Nichts!



