Mit 13 zu 8 Stimmen fällt im Stadtrat am 16.07.2026 eine Entscheidung gegen die Umgehung „Haindling-Nord“. Zu spät, wie betont wird. Allerdings steht immer noch die Klage offen.
Der Stadtrat hat sich mit deutlicher Mehrheit gegen den Bau der Ortsumgehung „Haindling-Nord“ ausgesprochen. Obwohl das Planfeststellungsverfahren noch läuft und voraussichtlich erst 2027 abgeschlossen sein wird, soll diese Entscheidung offenbar keine Auswirkungen mehr auf den weiteren Verlauf des Projekts haben. Das bedeutet: Trotz mehr als 300 Einwendungen und trotz des klaren Stadtratsbeschlusses vom 16. Juli 2026 soll die Umgehung gebaut werden. Mit den betroffenen Grundstückseigentümern wurde bisher noch nicht gesprochen.
Wenn eine deutliche kommunalpolitische Entscheidung, sowie die Einwendungen zahlreicher Bürgerinnen und Bürger am Ende ohne praktische Konsequenzen bleiben, entsteht der Eindruck, dass demokratische Beteiligung lediglich eine Formsache ist.
Wenn das Vorgehen, das sich derzeit in Geiselhöring abzeichnet, Schule macht, könnte man sich künftig fragen, welchen Stellenwert kommunale Entscheidungen überhaupt noch haben.
Dann wären manche Beschlüsse eines Stadtrats letztlich nicht mehr als eine unverbindliche Meinungsäußerung. Demokratie lebt davon, dass politische Entscheidungen und der Wille der gewählten Vertreter ernst genommen werden. Andernfalls droht das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die demokratischen Prozesse Schaden zu nehmen.
Bürgermeister Herbert Lichtinger stellt es immer so dar, dass mit einer Umgehung der Stadtplatz mit 7.200 Fahrzeuge entlastet wird. Das ist falsch, da die vorgenannte Zahl das Gesamtverkehrsvorkommen innerhalb von 24 Stunden darstellt. Entlastet wird der Stadtplatz nur durch den Durchgangsverkehr und der beträgt rund 950 Fahrzeuge innerhalb von 24 Stunden.



