Seit Jahrzehnten spaltet die Diskussion um die Umgehung Haindling die Menschen vor Ort. Was die Gegner umtreibt, wie die Befürworter argumentieren und wie es nun weitergeht
Die Redakteurin Verena Lehner schreibt in ihrem Kommentar sehr treffend, dass seit Jahrzehnten um eine Umgehungsstraße gerungen wird. Trassen werden entworfen, verworfen, neu geplant. Bürger haben abgestimmt, Stadträte haben Mehrheiten gefunden und wieder verloren.
Man könnte meinen diese Straße müsse irgendwann allein deshalb weitergebaut werden, weil schon so viel Zeit und Arbeit geflossen sind. Doch genau das ist der falsche Schluss.
Denn die entscheidende Frage lautet längst nicht mehr, wie man eine vor Jahrzehnten begonne Umgehung endlich fertig bekommt. Sondern, ob eine solche Straße in dieser Dimension heute überhaupt noch zeitgemäß und verhältnismäßig ist.
Nach den vielen Jahrzehnten des Ringens wäre es kein Zeichen von Schwäche, eine Planung grundsätzlich infrage zustellen. Im Gegenteil. Gerade in der heutigen Zeit besteht politischer Mut manchmal darin, einen Schritt zurückzutreten, dass man vielleicht zu lange in die falscher Richtung gelaufen ist.



